Selbstvertreter-Sommergespräch Stärkung der Selbstvertretung in Vorarlberg

von Heinz Grabher

Alle Teilnehmer des Sommergesprächs sitzen um einen Tisch mit Getränken, schauen fröhlich zum Betrachter.
Alle Teilnehmer des Sommergesprächs sitzen um einen Tisch mit Getränken, schauen fröhlich zum Betrachter.

Vertreter von Mensch Zuerst - People First Vorarlberg, Reiz-Selbstbestimmt Leben und vom ÖZIV trafen sich am 29. Juni im Treffpunkt an der Ach in Dornbirn um über den Rückblick, den aktuellen Stand und den Ausblick des Vereinsgeschehens zu berichten.

Eingeladen hatte Hermann Böckle vom Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Gesellschaft und Soziales (IVa), um realisierte Projekte zu besprechen und den gemeinsamen Austausch zu pflegen. Die im gemeinsamen Prozess erarbeiteten Empfehlungen, wie die Selbstvertretung in Vorarlberg gestärkt werden kann, sollten nochmals angeschaut werden.

Alle Vereine befinden sich derzeit in einer Aufbruch- oder Aufbauphase: Reiz-Selbstbestimmt Leben und Mensch Zuerst-People First Vorarlberg waren mit dem Aufbau der Bürostruktur und -Organisation beschäftigt, während sich im ÖZIV seit Juni 09 Karin Stöckler als neue Obfrau in das Vereinsgeschehen einarbeitet. Trotz dieser internen strukturellen Arbeiten florierten bei allen auch die Vereinsarbeit nach außen und die Entwicklung neuer Projekte.

Neben der laufenden Peer Counseler Ausbildung für die Vereinsvertreter und Mitarbeiter steckt Reiz-Selbstbestimmt Leben mitten im Aufbau einer Struktur für die Nutzung von Persönlicher Assistenz im täglichen Leben. Es steht schon das Gerüst einer Assistenzdatenbank. Und sobald die Urlaubszeit im Sommer vorbei ist, soll die Assistenzdatenbank online gehen und von KundInnen und AssistentInnen genutzt werden.

Hermann Böckle sichert den Vereinsvertretern zu, dass die Förderungen des Landes Vorarlberg für Selbstvertretungsgruppen nicht gekürzt werden. „Es ist Ziel des Landes Vorarlberg vor allem Selbsthilfegruppen und Selbstvertreter zu stärken. Das geht auch aus dem Gleichstellungspaket hervor und dazu steht das Land." In den nächsten Jahren wird es laut Böckle drei Entwicklungs-Schwerpunkte geben: Qualitätssicherung, Casemanagement und Persönliche Assistenz.

Die Gespräche mit den Vertretern von  Mensch Zuerst-People First Vorarlberg und dem ÖZIV zeigten auch eine große Bereitschaft, Synergien zu nutzen und die Zusammenarbeit zu verstärken. Die Aktion des ÖZIV mit dem ORF über die Behindertenparkplätze in Bregenz und Dornbirn fand Beifall bei allen Vertretern. Obfrau Karin Stöckler sieht darin ein großes Feld für gemeinsame Aktionen - auf die sich alle Vereinsvertreter schon freuen.

Karl Heinz Marent übergab die Moderation im Stile eines Staffelläufers an die Geschäftsführerin von Selbsthilfe-Vorarlberg, Isabella Tschemernjak. Sie wird für das Frühjahr 2010 das nächste Treffen organisieren und bemüht sich dabei auch um einen Termin mit einem „regierungsfähigen" Politiker.

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