Kein Land in Sicht

von Heinz Grabher

Die ReizlerInnen im Büro von Landesstatthalter Markus Wallner. Hermann Böckle und Markus Wallner werden von vier reizenden RollstuhlfahrerInnen umzingelt.
Die ReizlerInnen im Büro von Landesstatthalter Markus Wallner. Hermann Böckle und Markus Wallner werden von vier reizenden RollstuhlfahrerInnen umzingelt.

Am 7. Dezember empfing Landesstatthalter Markus Wallner in seinem Büro eine Delegation von Reiz, um die Möglichkeit einer Bundeseinheitlichen Regelung für Persönliche Assistenz zu erörtern. „Das Gesprächsklima war sehr gut. Das Land setzt sich für Persönliche Assistenz ein, hat jedoch noch viele Ängste wie sie finanzierbar ist und wer sie bekommen soll. Für eine bundeseinheitliche Lösung ist allerdings noch kein Land in Sicht“, fasst Reinhard Zischg das Gesprächsergebnis zusammen.

Sabrina Nitz gab zu Beginn einen kurzen Überblick über die Persönliche Assistenz (PA) in Österreich. Die PA ist eine gute Lebensform. Es gibt jedoch in den Bundesländern unterschiedliche Lösungen zur PA. Da wir ein Staat sind, sollte es eine Lösung für alle Bundesländer geben. Dabei sollte gemeinsam mit ExpertInnen und Betroffenen nach Lösungen gesucht werden.

Reiz fordert:
.      Rechtsanspruch auf PA
.      Bundeseinheitliche Regelung
.      Wahlmöglichkeit
.      Arbeitspolitische Initiativen zur Etablierung der PA
.      Bedarfsgerechte Lösung
.      Gewährleistete Finanzierung

Markus Wallner merkt an, dass Menschen mit Behinderung durch das Chancengesetz eine andere Stellung bekommen haben. Das Land unterstütze Reiz bei seiner Arbeit und sei dabei, zusammen mit Betroffenen ein Konzept zu erstellen, um Persönliche Assistenz für Menschen mit körperlicher Behinderung in Vorarlberg zu verwirklichen, so Wallner.

Unsere Forderungen gehen seiner Meinung nach weit über das hinaus, was in den Bundesländern möglich wäre. Die Art der Leistung sei sehr intensiv, der Rechtsanspruch wäre noch intensiver. Die Finanzierung des gesamten Freizeitbereiches sei uferlos, da das Geld ein Hemmnis darstelle.

Positiv vermerkt wurde von den ReizlerInnen, dass sich das Land Vorarlberg für mehr Geldleistung anstelle Sachleistungen einsetzt. Die Forderungen von Reiz bleiben aufrecht, bis sie verwirklicht sind.

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