Kraftimpuls aus dem Nationalrat

von Heinz Grabher

Links im Bild Nationalratsabgeordnete Helene Jarmer und Landtagsabgeordnete Vahide Aydin. Sie sitzen zusammen mit VertreterInnen von Reiz um einen großen Tisch im Freigelände der Dornbirner Messe. Der Breite Berg winkt aus der Ferne.
Links im Bild Nationalratsabgeordnete Helene Jarmer und Landtagsabgeordnete Vahide Aydin. Sie sitzen zusammen mit VertreterInnen von Reiz um einen großen Tisch im Freigelände der Dornbirner Messe. Der Breite Berg winkt aus der Ferne.

„Euer Engagement für ein Selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ist sehr wichtig für Vorarlberg und Österreich!“ Die Nationalratsabgeordnete und Behindertensprecherin der Grünen Helene Jarmer spornt die Aktivisten von Reiz – Selbstbestimmt Leben in ihrer Arbeit an. Bei ihrem Besuch in Dornbirn informierte sie sich über die Situation in Vorarlberg und präsentierte das „Selbstbestimmt Leben“-Programm der Grünen. Unterstützt wurde sie von der Vorarlberger Landtagsabgeordneten der Grünen Vahide Aydin.

Ganz wichtig ist für Jarmer die Einbindung der Betroffenen in die Entscheidungen, wie die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung nun umgesetzt werden soll. Bei deren Umsetzung gibt es von der Staatenprüfung der UN-Behindertenrechtskommission viel Kritik an Österreich. „Die Kommission legt viele Empfehlungen vor, die Österreich umsetzen muss.“

Andreas Guth ergänzt die Kritik von Jarmer: „In Österreich muss sich noch viel ändern – vor allem in den Köpfen der Menschen. Deshalb ist Bewusstseinsbildung einer unserer Arbeitsschwerpunkte.“ Erschwerend für die Arbeit der Betroffenen ist für Guth auch das Zurückhalten von Ressourcen: „Das beginnt beim Pflegegeld, das keine Inflationsanpassung bekommt. Weiters werden von Menschen mit Behinderung weltmeisterliche Leistungen erwartet. Das ist mit Behinderung jedoch nicht möglich. Es ist nicht jeder ein Oscar Pistorius!“

Das Selbstbestimmt-Leben-Programm der Grünen gibt es auch in leichter Sprache, in Braille Schrift und in Video. Helene Jarmer schmunzelt: „Es hat gedauert, aber es hat funktioniert.“

Die Bundessprecherin der Grünen meint – anders als Andreas Guth – dass die österreichweit einheitliche Regelung für Persönliche Assistenz früher als 2018 kommen wird. „Dein Besuch ist für uns jedes Jahr wieder ein Kraftschub“, bedankt sich Guth bei Helene Jarmer, „ich hoffe ich täusche mich und du hast Recht mit der Einführung der Persönlichen Assistenz vor 2018! Darauf warten wir alle sehnsüchtig.“

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