Ein Mittel gegen die Diskriminierung

von Heinz Grabher

Marco, Daniel, Claudia und Assistentin posieren im Zugabteil für den Fotografen.
Marco, Daniel, Claudia und Assistentin posieren im Zugabteil für den Fotografen.

Die ReizlerInnen besuchten in Innsbruck einen Workshop der ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) zur Bekämpfung von Diskriminierung. Dabei lernten sie das Handwerkszeug wie bei einer Diskriminierung vorzugehen ist. Testing – oder Situationsprüfung ist das Zauberwort.

„Es klingt vielleicht nach Konfrontation wenn man hört: Kampf gegen Diskriminierung. Jedoch wollen wir niemanden vor den Kopf stoßen, denn oft ist es Unwissenheit, die zu Diskriminierung führt“, weiß Obmannstellvertreter Daniel Kolb. Er besuchte mit Marco Walch und Claudia Fessler den Workshop der Zara in Innsbruck: „Anleitung für MitspielerInnen – Aktiv werden statt nur dagegen sein“.

Was kann ich tun, wenn z.B. ein öffentliches Gebäude über keine Rollstuhlrampe verfügt und hier keine Ausnahmeregelung besteht. Als erstes gilt, das Gespräch zu suchen, die andere Seite zu befragen. Wenn sich keine Lösung abzeichnet, besteht die Möglichkeit ein Verfahren bei der Gleichbehandlungskommission oder eine Schlichtung anzustreben. Auch die Information der Medien oder eine öffentlichkeitswirksame Aktion kann zu einer Beseitigung der Barrieren führen.

Als letztes Mittel steht noch die Klage zur Verfügung. Hier ist es wichtig, Beweise zu sammeln: Videos, Zeugen, Gedächtnisprotokolle, etc. Das Testing, oder die Situationsprüfung bildet dabei ein geeignetes Mittel. Hier wird eine diskriminierende Situation, die schon einmal erlebt wurde nachgestellt und dokumentiert.

Daniel Kolb und Claudia Fessler wollen das Gelernte vom Workshop umsetzen und beim Verein Reiz eine Diskriminierungsstelle für Vorarlberg aufbauen. Daniel Kolb: „Diskriminierung bekämpfen bedeutet für mich das Bekämpfen der Unwissenheit und Bewusstsein schaffen für Barrierefreiheit.“

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