Internationaler Kongress "Persönliche Assistenz" in Wien

von Sabrina Nitz

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Behinderte Menschen fordern Selbstbestimmungsrecht

"Nur mit Persönlicher Assistenz ist es für Menschen mit Behinderungen möglich, ein gleichberechtigtes und eigenverantwortliches Leben zu führen", sagt Annemarie Srb-Rössler, Obfrau des Behindertenberatungszentrums BIZEPS, welches am 17. und 18. Oktober in Wien einen Kongress mit internationalen Referentinnen und Referenten abhielt.

Persönliche Assistenz, nach dem Selbstbestimmt Leben Paradigma, ist ein innovatives Modell, welches mittlerweile in vielen Ländern als einziges eine maßgeschneiderte Hilfe für Betroffene garantiert. Durch Persönliche AssistentInnen, die von Betroffenen geschult und angeleitet werden, wird es selbst schwer behinderten Menschen möglich, einem Beruf nachzugehen, ihre Steuern zu zahlen und somit gleichberechtigt am Leben teilzunehmen.

Beim Kongress wurde die aktuelle Entwicklung von Persönlichen Assistenzstrukturen in den deutschsprachigen Ländern beleuchtet sowie Erfahrungen und Lösungsansätze diskutiert.

Auch wurde klar, dass Persönliche Assistenz zwar international immer mehr zum Begriff einer innovativen Behindertenpolitik geworden ist, aber dass viele Kostenträger immer noch nicht die Finanzierung übernehmen.

Sabrina Nitz und Andreas Guth vertraten Reiz – Selbstbestimmt Leben Vorarlberg beim Kongress. Sie berichteten den TeilnehmerInnen über die Arbeit der Vorarlberger Selbstbestimmt Leben Initiative und schilderten den Gästen die nach wie vor unbefriedigende Persönliche Assistenz-Situation in Vorarlberg. Nitz und Guth stellen fest: „Wir brauchen ein Konzept für Persönliche Assistenz, das uns eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht, keine halbherzigen Lösungen wie sie derzeit geboten werden. Reiz – Selbstbestimmt Leben Vorarlberg ist auf SLIÖ-Linie. Wir solidarisieren uns mit den Selbstbestimmt Leben Initiativen und wir werden uns zukünftig im äußersten Westen vehement für Selbstbestimmung und eine bedarfsgerechte Persönliche Assistenz einsetzen.“

Es wird noch ein langer und harter Weg sein aber das Motto der österreichischen Behindertenbewegung lautet: "Wir sind nicht mehr aufzuhalten".

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