Das Gebäude Reiz – eine reale Vision

von Heinz Grabher

Das Reiz-Team präsentiert in der Ecke des Seminarraumes Sabrina Nitz, Assistentin Alex, Reinhard Zischg, Juliane Amann, Süleyman Kurt, Andreas Guth, Barbara Ghesla, Julia Fischbach, Elisabeth Ha, Marco Walch, Heinz Grabher, Markus Ender, Johannes Bechtold
Das Reiz-Team präsentiert in der Ecke des Seminarraumes Sabrina Nitz, Assistentin Alex, Reinhard Zischg, Juliane Amann, Süleyman Kurt, Andreas Guth, Barbara Ghesla, Julia Fischbach, Elisabeth Ha, Marco Walch, Heinz Grabher, Markus Ender, Johannes Bechtold

Die ReizlerInnen trafen sich am 19. Juni in der Inatura in Dornbirn zur Klausur, um das „Reiz-Gebäude“ zu skizzieren. Es sollte ein Plan, eine Vision entstehen, wie das Haus aussehen soll. Ein Haus mit persönlichem Charakter, eine Reiz-Kommune, ein Traumhaus!

Zur positiven Einstimmung lenkte Moderator Johannes Bechtold unseren Blick auf die Erfolge der vergangenen zwei Jahre. Und es war ein feines Gefühl, die Erfolge zu hören. Sie lassen sich leichter genießen in einer Reihe aufgelistet:

jjjjjjjjjjjjjjjj Gutes Arbeitsklima
Tolles Team
Einheit und Einigkeit
Mehr Personal
Mehr Finanzen
Vorstand bekommt Entschädigung
Innere Strukturen und Arbeitsabläufe verbessert
Persönliche Weiterentwicklung
Vier Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen

Erfolgreiche Vermittlung von Persönlicher Assistenz
Steigerung vermittelte Assistenzstunden
Bereitschaftsdienst Persönliche Assistenz
Fixanstellungen bei PA

Bewusstsein gebildet
Bekanntheitsgrad gesteigert
Marianne Schulze bei Reiz
Zwei Krüppelbälle organisiert
Viele Hocks und Themenabende
Sängerrunde
Mal-Atelier

Renovierung Büro in Dornbirn
erfrischend schönes Büro
80 Zoll Bildschirm


Erfreut über die vielen positiven „Reiz-Punkte“ fasste Andreas Guth zusammen: „Unsere Erfolge, das Erreichte, die Vision sichtbar machen – nach innen und nach außen – gelingt uns immer besser. Das Gebäude Reiz steht im Rohbau schon.“

So wunderbar gestärkt, beleuchteten wir die strategischen und operativen Ziele des Vereins. Dabei sollte uns ein Zitat von Mahatma Gandhi leiten:
„Setze deine Ziele groß genug und die Umstände werden sich nach deinen Zielen richten.“

Ein großes Ziel: Persönliche Assistenz

Neben der Selbstbestimmt Leben Idee, dem Empowerment und der Politischen Arbeit, gehört die Persönliche Assistenz im Sinn der Selbstbestimmt Leben Idee zu den Leitzielen des Vereins.

Um Persönlichen Assistenz in Vorarlberg zu verwirklichen, peilt das Team von Reiz die Führung der Persönlichen-Assistenz-Servicestelle für ganz Vorarlberg als operatives Ziel an. Hier stellte sich bei der Diskussion heraus, dass es für den Verein wichtig ist, die Persönliche-Assistenz-Servicestelle selbst zu betreiben.

„Es gibt mehrere Gründe“, stellt Obmann Andreas Guth klar. „Im Sinne der Selbstbestimmt Leben Bewegung müssen Menschen mit Behinderung die Servicestelle für Persönliche Assistenz betreiben, da nur Menschen mit Behinderung wissen, wie sich ein Leben mit Behinderung anfühlt, was ein Leben mit Persönlicher Assistenz bedeutet. Das können Menschen ohne Behinderung nicht verstehen.“

Reinhard Zischg ergänzt: „Es geht auch darum, Empowerment und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Wir brauchen in Vorarlberg nicht noch eine Stelle von Menschen ohne Behinderung, die über Menschen mit Behinderung bestimmen.“

„Mit der Führung der Servicestelle Persönliche Assistenz sind wir Menschen mit Behinderung aktiv in Entscheidungsprozessen dabei“, erinnert Sabrina Nitz an die Verpflichtungen für Vorarlberg laut UN-Konvention für Menschen mit Behinderung und erwähnt dabei die Artikel 4 und 5. „Ich sehe in der Anstellung von Menschen mit Behinderung bei der Servicestelle eine ‚besondere Maßnahme, die zur Beschleunigung oder Herbeiführung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung führt‘.“

Als Ressourcen zur Verwirklichung dieses Zieles benötigen wir das Bekenntnis und den Auftrag der Vorarlberger Landesregierung, ausreichend Personal, eine Geschäftsführung und ein Persönliches Budget für Menschen mit Behinderung.

Moderator Johannes Bechtold maß nun unsere Stimmung auf einer Skala von 1 bis 10, mit folgendem Ergebnis:

jjjjjjjjjjjjjjjj Wer will, dass Reiz die PA Servicestelle betreibt
dieser Wert liegt – zur Überraschung des Obmannes – bei 9,9!
Ein klares Ergebnis.

Diesem Ergebnis, dass die ReizlerInnen die PA-Servicestelle beim Verein Reiz sieht, stellte Johannes Bechtold eine „Schwarzsicht“ gegenüber: „Ich sehe die PA-Servicestelle nicht bei Reiz, da Reiz dann von den anderen Institutionen vereinnahmt wird.“

Doch diese Schwarzsicht wurde leicht entkräftet durch das Motto von Mahatma Gandhi. „… und die Umstände werden sich nach deinen Zielen richten.“ Was übersetzt heißt: die Institutionen werden sich nach den Zielen von Reiz richten.

Nachdem das klar war, zählten wir die Argumente auf, warum Reiz der beste Dienstleister für Persönliche Assistenz in Vorarlberg ist.

Reiz ist der beste Dienstleister für Persönliche Assistenz in Vbg:

jjjjjjjjjjjjjjjj Weil wir Experten in eigener Sache sind
Wir leben in dieser Situation
Wir wissen, wie es ist, PA zu konsumieren
Machtumkehr – SelbstvertreterInnenprinzip macht klar, dass Menschen mit Behinderung (= Reiz) die Persönliche Assistenz auch „verwalten“
Partizipation und Teilhabe sind wichtige Prinzipien der PA
Das Rad muss nicht neu erfunden werden – das ist auch eine Kostenfrage
In den anderen Bundesländern führen auch die SLIs die Dienstleistungsstelle PA
Persönliche Assistenz ist ein weltweites Konzept
Wir sind Kenner der Szene – Insider
PA begleitet Reiz seit 2003, Reiz ist Themenführer
Seit fünf Jahren vermitteln wir erfolgreich Persönliche Assistenz
Wir betreiben eine intensive theoretische Auseinandersetzung
Durch Erfahrung sind die ReizlerInnen authentisch und empathisch
Selbstbestimmt Leben Idee und Dienstleistung PA unter einem Dach bedeutet Qualitätssicherung
Erfahrung mit Anstellungsverhältnissen
Wir sind voller Motivation, Wille und Energie
Wir besitzen Durchhaltevermögen

Wer wenn nicht Reiz – Selbstbestimmt Leben soll Persönliche Assistenz in Vorarlberg vermitteln und verwalten und weiterbringen!

Einhellig war auch die Meinung, dass unser Auftreten bisher zu passiv war. „Das soll sich in Zukunft ändern. Wir sind nun aktiver und machen dem Land Vorarlberg unsere Visionen sichtbar– sei es über die Abteilung IVa, über den Landesrat Bernhard, Landeshauptmann Wallner oder die anderen politischen Parteien im Land“, so Andreas Guth.

„Erste Gespräche haben schon stattgefunden, weitere werden folgen. Und am Ende steht die Verwirklichung unserer Vision. Am Ende steht das Gebäude Reiz. Ein Haus mit persönlichem Charakter, eine Reiz-Kommune, ein Traumhaus!"

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