Benjamin Tschugmell

von Heinz Grabher

Benjamin Tschugmell am Steuer seines blauen Autos. Sein Rollstuhl wartet auf seinen Platz am Beifahrersitz.
Benjamin Tschugmell am Steuer seines blauen Autos. Sein Rollstuhl wartet auf seinen Platz am Beifahrersitz.

Seit einiger Zeit schon hört man bei Reiz eine neue Stimme am Telefon: Benjamin Tschugmell aus Dornbirn. Er ist neuer Mitarbeiter beim Verein mit den Aufgaben: Telefondienst, Schriftverkehr, Kontakt zu den Medien und Verwaltung der Mitglieder.

Mit seinen 24 Jahren ist Benjamin der Jüngste im Team und verstärkt die Verwaltung und den Empfang im Büro in Dornbirn. Seine Motivation bei Reiz zu arbeiten kommt aus seinem Bedürfnis, das Leben für Menschen mit Behinderungen in Vorarlberg zu verbessern:

„Immer wieder bin ich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Unverständnis konfrontiert.
Leider ist es für einen großen Teil der Bevölkerung nicht nachvollziehbar, dass ich auch genauso Bedürfnisse habe, wie z.B. eine Familie zu gründen, etc. und ich auch so behandelt werden will wie jeder andere ‚Normale‘.
Darum ist es für mich wichtig, dass ich bei Reiz etwas dagegen tun kann. In unserem Verein leisten wir wichtige Aufklärungsarbeit um die Barrieren in den Köpfen der Gesellschaft zu brechen und ihnen klar zu machen, dass wir auch ‚nur Menschen‘ sind.“

Nicht nur Selbstbestimmung ist Benjamin wichtig, er versucht so viel wie möglich auch selbständig zu machen. „Ich habe ein Auto, mit dem ich selber zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren kann“, erzählt er selbstbewusst. Benjamin wurde mit offenem Rückenmark (Spina Bifida) geboren und bewegt sich in einem Rollstuhl fort. Er wohnt in einer eigenen Wohnung und organisiert sich das Leben mit Persönlicher Assistenz.

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